Kiez-Report Mai 2003: Seite 6

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Raus ins Grüne

Vielleicht haben Sie gute Vorsätze für diesen Sommer . . . vielleicht wollen Sie ´mal wieder etwas unternehmen, wollen auch ´raus aus Ihrem Garten . . . vielleicht ´raus ins Grüne . . . Viele Ausflugziele des Umlandes kennen sie sicherlich ....vielleicht haben Sie wieder oder noch einmal Lust auf

- die Wesendahler Mühle, die Spitzmühle,
- Kinderbauernhof "Roter Hof", Wilkendorf und Annatal - Herrensee,
- Buckow, der Schermützelsee und Waldsiewersdorf
- Prötzel und die Wolterdsdorfer Schleuse.

Vieles wurde aufgemöbelt, neu gebaut und ist noch schöner und gepflegter geworden. Raus ins Grüne

"Wesendahler Mühle."

Vom Bahnhof Mahlsdorf fahren wir im provinziellem 40 Minutenrhythmus bis Strausberg Stadt. Der Weg führt vorbei an der Stadtmauer aus dem 13. Jhr. Schnell und einfach ist der Weg zur kleinen Seil-Fähre gefunden. Sie bringt uns um 10.20 Uhr (fährt halbstündig) für 1,00 € über den schönen 4 km langen, 600 m breiten Straussee. Diese Art Fähre mit der "englischen Drehrolle" (1895) ist heute einzigartig in Europa. Unser Blick fällt zurück auf die 1925 eröffnete Badeanstalt und auf die evang. St. Marienkirche und auf den Fischerkietz, wo mit der Entstehung einer Burg 1225 der hiesige Siedlungsursprung benannt ist. Vom Waldgebiet "Jenseits des Sees" geht es 3,5 km gut markiert (gelber Strich) bis zur Wesendahler Mühle. Diese gilt als die älteste (1247) Schlagmühle. Sie dreht heute wieder ihr Wasserrad, sie klappert und wir trinken im Biergarten ein Alster. Wesendahl hat seit 1994 ein Tierheim und wer mag, kann vom Camargue-Pferde-Hof gern ausreiten. Uns führt der Weg zurück über die Schillerhöhe, vorbei an der Nordkurve des See und am Ostufer (behindertengerechter Weg) zurück zur Stadt.
Schon vor hunderten Jahren lockte der tiefe Wald und die klaren Seen die Berliner Ausflügler in diese Sommerfrische.

"Zur Spitzmühle mit dem Rad"

Bahnhof Stausberg - alles aussteigen. Uns führt der Weg Richtung Eggersdorf. Wir wählen die Bötzseestraße, denn sie ist so schön gepflastert und führt direkt bis zur Altlandsberger Chaussee. Wir wollen den Bötzsee umrunden. Hier unbedingt rechts halten! Es geht durch den Postbruch - eine Kleingartensiedlung. Geheimtipp: hier gibt es die schönsten Badestellen. Es geht bergauf, bergab - mit etwas Geschicklichkeit auf einem schmalen Pfad zur Spitzmühle. Kurze Verschnaufpause, dann auf der anderen Seite wieder zurück. Am Strandbad gönnen wir uns ein Eis auf die Hand. Zur noblen Rast lädt das Villago, etwas einfacher wählen wir das kleine Eiscafé/ Pizzeria. Zwei schöne Stunden voller Ruhe, bester Seeanblicke und unsere Lunge ist gut gefüllt mit Sauerstoff. Übrigens ist der Weg um den See auch gut als Wanderung per pedes zu schaffen. Wir fahren weiter durch das Dorf Eggersdorf, und wir bewundern den neu entstandenen Dorfkern Nähe Landgasthof zum Mühlenteich. Am Bahnhof Peterhagen Nord warten wir auf unsere Bahn in die Großstadt.

Kiez-Reporterin: S. Schumann



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