Kiez-Report September 2003: Seite 5
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Hightech in unserem Kiez
Im Innovationsbericht des Senats steht: “Berlin ist der größte Wirtschaftsstandort Deutschlands“.
Wir können stolz darauf sein, dass sich gerade in unserem Kiez ein Teil davon angesiedelt hat. Mitten in der grünen Wuhlheide. Dort befindet sich auf 32 Hektar Fläche das Technologie- und Gewerbezentrum Innovationspark Wuhlheide. Mit seinen speziellen und leistungsstarken Produkten und Dienstleistungen ist es ein bedeutender Gewerbe-Campus im Südosten Berlins. Wo sich zu DDR-Zeiten -eingezäunt hinter Stacheldraht- die Kaderschmiede der Staatssicherheit und russische Lagerhallen befanden, wo Ölheizwerk, die Interflug und eine Ausbildungsstätte für Wirtschaft und Wissenschaft war, wurde 1990 der Technologie- und Gewerbepark, der Erste in den neuen Bundesländern, eröffnet.
135 erfolgreiche Unternehmen, mit einer Vielzahl von kreativen Menschen, arbeiten in den innovativsten Bereichen wie: Biotechnologie, Medizintechnik, Optoelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch die Bereiche Bau, Energie, Umwelt, Dienstleistung und Unternehmensberatung. Mit dem Herzstück - dem neuen Gebäudekomplex „Manfred von Ardenne“ - wurden anspruchsvolle Büro-, Werkstatt- und Laborflächen mit hochwertiger Ausstattung geschaffen. „Existenzgründer finden hier ausgezeichnete Startbedingungen durch Konferenz- und Schulungsräume, mobile Audio- und Videotechnik, eine moderne Kommunikationsversorgung, Gastronomie und vor allem rundum Grünanlagen“, sagt Marion Kohlenbach. Sie ist Geschäftsführerin Innovationspark Wuhlheide Managementgesellschaft mbH. „Ob Ich AG-ler, klein- oder mittelständisches Unternehmen, das Parkmanagement hilft durch optimale Rahmenbedingungen. Es organisiert Workshops, Seminare, Tagungen und baut Netzwerke zwischen den Firmen auf“. Die „Kinder“ werden intensiv betreut, damit sie schnell und nachhaltig wachsen können.
Etabliert haben sich bereits große Firmen wie die Bio Genes GmbH und die Minerva Biolabs GmbH. In ihren Forschungsabteilungen werden zum Beispiel bei einer Kapazität von bis zu 150 Neuentwicklungen im Jahr Antikörper entwickelt und produziert. Bei Minerva wurde im Bereich der Atemwegserkrankung ein Analyseverfahren entwickelt, bei dem schwer kultivierbare und langsam wachsende Infektionserreger schnell nachgewiesen werden können.
Diese Ergebnisse sind wichtig für eine gezielte Therapie beim Patienten. Mit diesen und anderen bedeutenden Forschungen ist der Innovationspark über die Ländergrenzen hinaus bekannt und hat neben dem Kooperationspartner Kaliningrad Geschäftskontakte mit Großbritannien, USA, Frankreich, Schweiz u.v.a.
Kaum zu glauben, aber mitten in diesem Berliner Hightechzentrum liegt das Atelier des bekannten Indischen Bildhauers und Plastikers TOPAZ. Mit seinen Werken aus Marmor und Granit lockert er das Arbeitsleben im Park auf und erfreut die schöpferisch denkenden Menschen. Sein zentrales Thema ist der Mensch in seiner Individualität und als soziales Wesen. Kunst und Hightech werden auch vom 28.-30. September 2003 zum Jahrestag der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Technologie- und Gründerzentren den nationalen und internationalen Gästen präsentiert.
Der Kiez Report gratuliert dem Gastgeber Innovationspark Wuhlheide und wünscht zum „20. Jahrestag der Innovationszentren in Deutschland“ stets ein Feuerwerk an guten Ideen.
Kiez-Reporterin: C. Goesch
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