Kiez-Report September 2003: Seite 6
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Zeitreise durch Barnim
Ein kleiner verschlafener Ort ist Schönow im Norden von Berlin.
Wer hier herkommt, der sucht Ruhe und Erholung. Ausgangspunkt der kleinen Reise ist der S-Bahnhof Zepernick. Von hier aus mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto geht es die Schönower Straße entlang. In Höhe Ortsausgang Zepernick lädt das Gasthaus „Zepernicker Hof“ ein.
Nach einer Tasse Kaffee oder dem Mittagstisch geht der Ausflug weiter, entlang der Berliner Straße. Der neu errichtete Kreisel (Kreisverkehr) ist schon fast zum Mittelpunkt des Ortes geworden. Wer sich links hält, erreicht die Dorfstraße und somit den ursprünglichsten Ortsteil von Schönow, der erstmalig in einer Urkunde aus dem Jahre 1375 im Landbuch Kaiser Karl IV. erwähnt wurde. Dieses Landbuch war seiner Zeit die erste Bestandsaufnahme der Mark Brandenburg. Kaiser Karl IV. kaufte das Gebiet vom damaligen Wittelsbacher Adel.
Es war Otto der Finne der im Jahre 1373, als der letzte Wittelsbachische Markgraf, Kaiser Karl IV. die Mark überließ. Das Land bestand zu dieser Zeit aus 72 Städten, 51 kleineren Städten und 175 Dörfern. Nach seinem Tode wurde das Land für nachfolgende Herrscher wieder uninteressant. Ein markanter Ort, der auch ein wenig an diese Zeit zurückerinnert, ist die alte Dorfkirche.
Der Feldsteinbau wurde zunächst ohne Turm fertig gestellt. 1751 bekam das Haus seinen Turm, der allerdings nach einem Brand 1860 neu errichtet werden musste. In diesem Ortsteil von Schönow überwiegt noch die alte Architektur. Verlässt man nun diesen Teil des Amtes Panketal, eröffnet sich dem Naturhungrigen die Schönower Heide mit seinen eigenen Reizen an Landschaft und Pflanzen.

Der Kiez Report gratuliert dem Gastgeber Innovationspark Wuhlheide und wünscht zum „20. Jahrestag der Innovationszentren in Deutschland“ stets ein Feuerwerk an guten Ideen.
Kiez-Reporter: E. Nemschok
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