Kiez-Report März 2004: Seite 3
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Sicherungstechnische Prävention für Eigentum
Im Jahr 2002 wurden in Berlin 9631 Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäusern angezeigt.
Tatsächlich könnte aber ein Teil dieser Straftaten durch richtiges Verhalten der Opfer und ausreichende technische Sicherung des Eigentums vermieden werden.
Die polizeiliche Kriminalstatistik belegt, dass mehr als ein Drittel aller Einbruchsversuche scheiterten. Dabei muss es keineswegs immer eine teure technische Sicherung, wie etwa eine Alarmanlage sein. Oft helfen auch preiswerte mechanische Sperren, um den Täter "abzuschrecken", der unbedingt unerkannt bleiben will.
Allgemein gültige "Patentrezepte" für richtiges Verhalten in einer Einbruchsituation gibt es nicht. Dennoch sollte man einige Ratschläge befolgen, um keine unnötige Gefahrensituation für sich und seine Familie herbeizuführen. Eine Konfrontation mit dem Einbrecher kommt selten vor. Sollte diese Situation trotzdem einmal eintreten, dann lassen Sie es nicht auf eine körperliche Auseinandersetzung ankommen. Denken Sie daran, dass kein Gegenstand ein Menschenleben wert ist. Meiden Sie jeglichen Körperkontakt mit dem Täter, geben Sie ihm lieber die Möglichkeit, zu entkommen. Achten Sie aber auch im Vorfeld bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen unter dem Motto "Nachbarn helfen Nachbarn". Überwiegend werden rückwärtige oder schlecht einsehbare Gebäudeseiten von Einbrechern und Dieben bevorzugt. Alarmieren Sie bei Gefahr und Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110. Merken Sie sich die Besonderheiten der Personenbeschreibung.
Für weitere Fragen steht Ihnen jede Polizeidienststelle zur Verfügung. Umfangreiche Informationen über wirksame Schutzmaßnahmen erhalten Sie u.a. in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, Otto-Braun-Straße 27, 10178 Berlin- Mitte, Tel. 4664 973 466 oder im Internet unter www.polizei.berlin.de.
Nerger, Präventionsbeauftragte der Polizeidirektion 6



