Kiez-Report Dezember 2004: Seite 3

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Bad Saarow

Seit Anfang des 20 Jh. wird Bad Saarow, dieser schöne kleine Ort Brandenburgs, als Ausflugs-, Erholungs- und Genesungsort genutzt.

Bereits 1911 wurde das Sanatorium angelegt. 1914 eröffnete das Moorbad. In den 20-igern würdigten bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur diese im eleganten Landhausstil angelegte Siedlung am Nordufer des Scharmützelsee als Oase der Ruhe, Erholung und des "Sich-Gut-Gehen-Lassens". Seit 1923 trafen sich hier viele Prominente: Käthe Dorsch, Harry Liedtke, Lida Baarova, Viktor de Kowa schätzten diesen Ort; Max Schmeling lebte zwischen 1930 und 1938 hier und heiratete die Schauspielerin Anny Ondra. Maxim Gorki kurierte sein Lungenleiden.

Jeder der hierher kommt, sucht die Besinnlichkeit und Entspanntheit - das milde Reizklima, die angenehme Atmosphäre und den Hauch von Luxus, den die Umgebung ausstrahlt.

Seit 1995 lassen wir es uns nun hier gut gehen. Der Kursaal wurde errichtet, der Kurpark neugestaltet, das Moorbad saniert und die großartige SaarowTherme mit Parkhaus gebaut. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug insgesamt 55 Mio. € und wurde damit honoriert, dass Bad Saarow (mit seinen 4.500 EW) als erster Kurort Brandenburgs 1998 unbefristet die staatliche Anerkennung als Heilbad errang.

Die SaarowTherme begeistert uns mit seinen Wellness-, Gesundheits- und Beauty-Angeboten. Im Becken mit der Unter-Wasser-Musik bietet sich mir der größte Genuss. Es stellt sich eine harmonische Verbindung von Ruhe, Erholung und Entspannung ein, die man hier auf allen drei Etagen erleben kann. Ich übersende Ihnen gern ein kleines Prospekt (gegen einen frankierten Rückumschlag an die Redaktion des Kiez-Report), in dem Sie mehr Informationen über Tagespauschalen, Angebote für einen Wochenend- und Kurzurlaub oder für einen Gesundheitsurlaub finden.

Wer Bad Saarow kennt, kommt nicht umhin einen kleinen Abstecher nach Saarow-Strand zu unternehmen. Während der Sommermonate erfreut sich das groß angelegte Freibad noch immer aller Beliebtheit und der hiesige Zeltplatz ist auch nicht zu verachten. Unseren Besuch beenden wir oft im Café Dorsch (benannt nach der Schauspielerin, Käthe Dorsch), denn von der Terrasse aus eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf den Scharmützelsee mit seiner Fläche von 13 km² der größte See Brandenburgs. Fontane nannte ihn das "Märkische Meer".

Kiez-Reporterin: S. Schumann


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