Bachmann Immobilien Kiez-Report Juni 2005: Seite 4
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75 Jahre Stadt Altlandsberg
Was mussten wir uns früher immer über das Kopfsteinpflaster bei der Ortsdurchfahrt ärgern!
Jetzt gibt es die Umgehungsstraße. Vielleicht auch etwas schade, denn wir fahren am Ortskern vorbei und vorbei am schönen Eisladen. Hier gibt es meiner Meinung nach das beste Eis (Preis-Leistungs-Verhältnis) weit und breit. Aber nun alles der Reihenfolge nach:
1409 wird die Stadt an die Ritter von Krummensee verpfändet. 1432 brennt die Stadt, 1537, 1632 (Krieg), 1655 und 1684 wieder; 1757 brennt das Schloss nieder, 1794 und 1841 das Scheunenviertel und der letzte Großbrand war 1854. 1550 wird die Burg zum Schloss für die Krummensees umgebaut. Nach 1654 kauft Otto I. von Schwerin die Region, saniert die Stadt, siedelt reformierte Familien an, baut das Schloss neu, schafft Parkanlagen und erzieht hier die Kinder des Großen Kurfürsten.
1684 wird die Stadt verändert; der Marktplatz neu angelegt und die Scheunen werden vor die Stadtbefestigung ausgelagert. 1708 kauft König Friedrich I. den Besitz und baut Schloss und Park zur Sommerresidenz.
Doch schon 1736 befiehlt König Friedrich Wilhelm I. die Räumung des Schlosses. 1848 wird die Bürgerwehr und 1889 die freiwillige Feuerwehr gegründet. Nach 1907 gibt es Elektrizität und Wasserversorgung und das Krankenhaus nimmt den Betrieb auf. 1910 wird das Amtsgericht (Berliner Straße) mit Gefängnis übergeben. Nach 1945 wird Altlandsberg auf zentrale Weisung der Land- und Viehwirtschaft verschrieben.
Seit 1990 siedeln sich u.a. und insbesondere Betriebe des Baugewerbes an. Und der Marktplatz wird als solcher wieder genutzt (früher: Platz der SA, Platz der Freiheit und Stätte für gefallene sowjetische Soldaten). 1994 entsehen die Wohnsiedlungen Mühlenfließ und Röthsee.
Wussten Sie, dass Altlandsberg heute die Ortschaften Buchholz, Bruchmühle, Gielsdorf, Wegendorf und Wesendahl umfasst?
Altlandsberg ist einen Besuch wert! Die Stadt wartet mit vielen Annehmlichkeiten auf. Der Freizeithof „Paulshof“ hat eine Pferdepension, Reitmöglichkeiten, bietet Veranstaltungen für Kinder, gibt Einblicke in die Landwirtschaft. Den Camargue-Pferde-Hof in Wesendahl hat uns Kiez-Reporter E. Nemschok im April 2004 vorgestellt. Der Altlandsberger Gewerbe-Förder-Verein 2000 e.V. arbeitet ebenso unermüdlich wie ansässige Künstler in Malerei, Grafik, Musik und Plastische Kunst, die hier ihre Wirkungsstätte fanden/finden. Eine Kunstglaserei nutzt die Schlosskirche als Werkstatt. Die Erlengrundhalle wird für sportliche und andere Aktivitäten genutzt. Der Bürgermeister Manfred Andruleit ist stolz auf seine Stadt. Und kennen Sie nicht auch Herrn Ravindra Gujjula, den Ortsbürgermeister? Oft war er im Fernsehen im Zusammenhang mit seiner Stadt zu sehen und vor wenigen Monaten berichtete er, im Zusammenhang mit den Tsunami-Opfern, insbesondere aus Indien.
Was haben die Einwohner nicht alles für Ihre Stadt getan, um das zu erreichen was Altlandsberg bis heute ist und dass es sich so immer weiter entwickelt?
Die offiziellen Feierlichkeiten zur 775-Jahrfeier finden vom 2.bis 4. September 2005 statt. Es gibt u.a. ein Jubiläumskonzert auf dem Schlossplatz am Gutshof und einen Vogelscheuchenmarkt mit Festumzug. Mehr dazu erfahren Sie unter www.altlandsberg.de
Kiez-Reporterin: S. Schumann
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