Bachmann Immobilien Kiez-Report August 2005: Seite 6
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Shakespeare unterm Theaterzelt
Shakespeare-upon-Spree. Direkt an der East Side Gallery, nur wenige hundert Meter vom Ostbahnhof entfernt.
Hier hat das nach dem englischen Dramatiker benannte Ensemble seit Juni 2004 seine Spielstätte. Vorerst noch in einem Zelt, denn das Globe Berlin – anknüpfend an das legendäre Londoner Vorbild – wird als moderner Nachbau an gleicher Stelle erst 2006 Premiere haben. Die transportable Open-Air-Arena mit schließbarem Dach bietet dann Platz für 750 Zuschauer.
Christian Leonard, Gründer und Künstlerischer Leiter der Shakespeare Company Berlin, begann 1999 mit dem Ziel, das Volkstheater nicht nur neu zu beleben, sondern auch den Stücken des großen Engländers den Bühnenraum zu geben, für den sie einst geschrieben wurden.
Dazu der 42-jährige Schauspieler und Regisseur, Absolvent des renommierten Wiener Max-Reinhardt-Seminars: „Shakespeare heute zu inszenieren heißt vor allem, die alten Texte neu zu interpretieren, heißt zugleich aber auch, die Freude der Darsteller am Spiel für den Zuschauer erlebbar zu machen.“ Ein Minimum an Requisiten und technischem Aufwand erfordert allerdings vom Publikum ein Maximum an Vorstellungskraft, erfordert volle Konzentration auf Spiel und Sprache.
Doch bevor die Company am Spreeufer ihr rot-gelbes Zelt aufschlug, gastierte sie in der Hauptstadt bereits auf der Museumsinsel vor der Alten Nationalgalerie (2001), in der Klosterruine (2002) sowie im Ehrenhof des Pergamonmuseums (2003). Das Repertoire umfasst gegenwärtig ENDE GUT - ALLES GUT und WIE ES EUCH GEFÄLLT. Beide Stücke stehen gegenwärtig jeweils mittwochs auf dem Spielplan. Hinzu kommt HAMLET. Premiere war am 30. Juni. (Tickets unter 24370098).
Dass der Traum vom Globe in Berlin nicht ein solcher bleibt, dafür engagiert sich seit Juni 2000 der gemeinnützige Förderverein „shake hands“, der noch Theater begeisterte Mitstreiter sucht, denn die Truppe um Christian Leonard ist jedes Jahr neu gefordert, sich ohne staatliche Subventionen selbst zu finanzieren.
Kiez-Reporter: W. Gudenschwager
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