Kiez-Report Juli 2008: Seite 4

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Die Heilkräfte aus der Holländerwindmühle
Ein alter Spruch lautet: Was macht den Spreewälder stark? Pellkartoffeln, Leinöl und Quark!
Diese Frischeprodukte aus der Region kennt jeder. Aber frisch gepresstes, goldgelbes und nussig schmeckendes Leinöl aus Straupitz, das ist ein echter Geheimtipp!
Dieses beschaulich ruhige Dorf im Oberspreewald ist nicht unbedingt das Ausflugsziel der Berliner und Brandenburger, wenn sie eine Kahn- oder Paddeltour planen. Doch es lohnt sich nach Straupitz zu fahren, weil neben schönen Fließen und Kanälen im Ort ein sehenswertes technisches Denkmal steht.
In der Laasower Straße ist die deutschlandweit einzige Holländerwindmühle, wo heute wieder nach alter Handwerkerzunft unter einem Dach Korn gemahlen,Holz gesägt und Leinöl gepresst wird. Die historische Mahl-, Öl- und Sägemühle stammt aus dem Jahre 1810. Viele Jahrzehnte wurde sie nicht genutzt. Von Balken zu Balken webten Spinnen ihre Netze, auf dem Holz saß der Schimmel und die Flügel fehlten ganz. Bis 1994 die aufwändige Restaurierung an und in der Mühle begann.
Seit 2002 drehen sich auch wieder die Flügel im Wind. So kann das "Spreewaldgold" wie vor 100 Jahren mit historischer Technik, nach altem Meisterhandwerk wieder hergestellt werden.
Nach dieser gesunden Stärkung macht das Wandern in der idyllischen Spreewaldlandschaft noch mehr Spaß.Ein kleiner Rundwanderweg von 1,5 Kilometer führt durch den Schlosspark des Ortes.
Oder man steigt gleich in den Spreewald-kahn und lässt sich durch das Biosphärenreservat fahren.Sehenswert ist auch die Schinkel-Kirche gleich neben dem Schlosspark. Sie ist ein Meisterwerk klassizistischer Baukunst und wurde im Stil einer altrömischen Basilika errichtet. Anreise: Der Regio fährt stündlich nach Lübben und weiter geht's mit der Buslinie 500 nach Straupitz.
Kiez-Reporterin: C. Goesch

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