Kiez-Report September 2006: Seite 3

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Riesen-Kürbisausstellung in Klaistow

Wenn der Herbst kommt sind sie wieder da; bunt und formenreich, dick und dünn, manchmal auch gruselig und leuchtend. Dann sind sie überall zu bewundern, im Haus und Garten, auf Balkon und Terrasse. Die Welt der Kürbisse macht sich breit. Als Pflanze des Jahres 2002 gekürt, ist der Kürbis längst aus dem Schatten der Kompostbeete herausgeholt. Er überzeugt durch angenehmen Geschmack in Suppen und Salaten, eignet sich für Kuchen- und Brotvariationen, als Gemüsebeilage oder als süßsaures Chutney. Der Kürbis ist vitamin- und mineralstoffreich, gesund und außerdem kalorienarm. Sogar die Schale der ausgehöhlten Frucht kann man noch verwenden. Man schnitzt Augen und Zackenmund in den Körper, setzt eine leuchtende Kerze in die Mitte und schon ist die Gruseldeko für die Halloween-Party fertig.
Die vielseitig verwendbaren Dickhäuter wachsen fast überall. Neben dem Komposthaufen auch auf schwerem und sandigem Boden, mit Sonne oder im Halbschatten. Alljährlich überbieten sich Hobbygärtner mit ihren Züchtungen. Die sind dann so dick wie Bierfässer, gebogen wie eine Schlange, turbanähnlich mit Krause in weißer Haut, zartgelb mit Noppen, dunkelgrün in Flaschenform oder leuchtend rotgelb, wie ein Sonnenaufgang.


Diese prallen Früchte verwandeln auch den Obst- und Gemüsehof von Buschmann und Winkelmann aus Klaistow in ein farbiges Meer. Ab 16. September wird dort eine riesige Kürbisausstellung unter dem Thema: „Ein wundersamer Bauernhof" eröffnet. Auf einer Fläche von 4.000 m2 sind über 100.000 Kürbisse und ca. 450 Sorten in bunten Farben und skurrilen Formen zu bestaunen. Der Kleinste wiegt 15 Gramm und der Größte wiegt stattliche 400 kg. In wunderschönen Schaubildern, an Verkaufsständen, auf Heuballen und an lebensgroßen Tierfiguren aus Holz hängen die Sorten: „Black Little, Rainbow Banana, Baby Boo, Ron-dini" und andere. Eine „Kürbis-Safari" setzt den Besucher in Erstaunen, wenn er an Kühen, Ochsen, Pferden, Schweinen, Ziegen und Schafen vorbeigeht und bei einer maßstabsgetreuen Nachbildung, einer 25 m langen und 8 m hohen Kogge, ankommt. Es ist die „Santa Maria", die zu Ehren an Columbus gebaut wurde. Der Sage nach soll er mit diesem Schiff im 15. Jahrhundert den ersten Kürbissamen nach Europa gebracht haben. Im Inneren befindet sich ein Kürbisshop mit schönen Dingen zum Dekorieren. 30 verschiedene Kürbissorten werden auf dem Hof verkauft oder verarbeitet als Marmelade, Brot, Kuchen, Öl und Ketchup angeboten. Wer erst einmal auf den vielfältigen Geschmack von Kürbis gebracht werden möchte, kann Kulinarisches im Restaurant "Kür-Biss" genießen, während die Kinder unter Anleitung Fratzen in die Kürbisköpfe schnitzen.
Die Kürbis-Sonderschau ist bis zum 5. November täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Von Berlin fährt eine Regionalbahn bis Beelitz-Heilstätten, weiter mit dem Bus 643. Direkt anreisen können Sie mit dem Shuttle-Bus von Berlin-Zoo/-Spandau/-Wannsee. Genaue Fahrpläne unter: www.buschmann-winkelmann.de

Kiez-Reporterin: C. Goesch

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