Kiez-Report April: Seite 4

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Ein Hauch von China beim Drachenkampf auf dem Wasser

Südlich von Berlin liegt das Dahme-Seengebiet. Ein traditions- und abwechslungsreiches Wassersportrevier mit 70 Seen, vielen Kanälen und dem Dahme-Fluss. Ideale Bedingungen für Königs Wusterhausen auf eine ungewöhnliche Wassersportart aufmerksam zu machen. Beim Drachenbootrennen am 5. Mai wird der Besucher schon zum 7. Mal einen Hauch von China spüren können, wenn Mannschaften in exotischen Booten mit gefährlich blinkenden Drachenköpfen auf dem Krimnicksee gegeneinander antreten. Gefahren wird im Rhythmus der Trommelschläge und die hört man manchmal schon am drei Kilometer entfernten Bahnhof Königs Wusterhausen. Das macht den Wanderer neugierig und er verfolgt die akustische Spur. Er geht durch den Tunnel in Richtung Storkower Straße, über den Kirchsteig und kommt zum Ortsteil Neue Mühle. Hier befindet sich eine 200 Jahre alte Schleuse. Obwohl der Herzschlag der Trommel jetzt schon ganz nah ist, sollte der Wanderer erst einmal das spektakuläre Schleusen der Sportboote beobachten. Für Freizeitkapitäne mit größeren Schiffen muss eine Klappbrücke hochgezogen und die Straße gesperrt werden. Über eine schmale Zufahrt schlängeln sich die Boote in die Schleusenkammer, bis sie dicht gedrängt in der Wanne eingeparkt sind. Mit dem Fluten wird der Wasserspiegel auf 1.50 m angehoben. Wer vorher sein Boot nicht gut verankert hat, rammt in der Strömung seinen Nachbarn und sorgt für Aufregung in der Wanne. Öffnet sich danach das obere Schleusentor, geht die Fahrt auf der Dahme gemütlich weiter in Richtung Süden. Auch der Wanderer folgt dem Wasserverlauf und geht über die Uferpromenade bis zum Strandbad Neue Mühle. Von hier kommen also die unüberhörbaren Trommelschläge. In farbenfrohen Booten sitzen 16 Wassersportler, die im Takt einer Trommel die Padde! durchs Wasser ziehen. Ca. 35 Mannschaften aus Brandenburg und Berlin liefern sich einen spannenden Kampf über eine Strecke von 250 m. Da die langen Boote mit einer Breite von 1,16 m sehr wacklig sind, bleibt selten ein Sportler trocken. Das gehört mit zum Spaßfaktor bei diesem Breitensport. Auch der Zuschauer kann sich beim Beobachten der Wettfahrten zwischen den Mannschaften mit so urigen Namen wie: „Börsenhaie, Königsdrachen, Die flinken Gazellen, Die Tollkühnen, Rum Paddler oder Die Spinner" reichlich amüsieren. Frei nach dem Motto einiger Mannschaften: „Wo wir sind, ist vorn und wenn wir hinten sind, ist hinten vorn" oder „Dies wird der finale Kampf, wehe denen, die uns im Wege stehen!" Ein Gaudi wird auch in diesem Jahr wieder die witzig-kreative Mannschaftskleidung sein. In den vergangenen Jahren haben „Die Haubentaucher", als Nonnen und Mönche verkleidet, mit Bibel und Gesang kultiviert, den Kreativpreis, eine 4 Kg Riesen-Toblerone, gewonnen. Weitere Infos unter: Wassersportverein Königs Wusterhausen e.V. Herrn Viehrig, Telefon: 0162-566 93 46. Kiez-Reporterin: C. Goesch

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