Kiez-Report Juni 2007: Seite 4

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Eine Westernstadt in der Uckermark

Der wilde, wilde Osten fängt gleich hinter Templin an. So ähnlich abgewandelt könnte man den Song von „Truck Stop" singen, wenn man den sieben Hektar großen Abendteuerpark am Röddelinsee betritt. Seit vorigem Jahr präsentiert sich hier eine Western-Kulissenstadt unter dem neuen Namen: „EL DORADO".

„Yippijeeeeh" - eine Postkutsche prescht durch die Blockhaussiedlung, vorbei an Planwagen mit Pferdegespann und verfolgt von Cowboys. Indianer fallen vom Pferd, stehen unverletzt wieder auf, um mit Pfeil und Bogen gegen die Verfolger zu kämpfen. Diese actiongeladene Westernshow ist Teil des Programms der Stuntmänner und -frauen, die den Wilden Westen des 19. Jahrhunderts nachempfinden. Sie zeigen den Besuchern, wie diese scheinbar gefährlichen Aktionen dargestellt werden, ohne sich dabei zu verletzen. Der Freizeitpark bietet aber nicht nur Banküberfälle und anderes Westernspektakel. Zum Programm gehören auch Rodeo und Bullriding im Western-Look, lassoschwingende Cowboys, altes Drucker- und Sattlerhandwerk, eine atemberaubende Greifvogelschau, ein Indianerdorf und ein Forst mit Übernachtungsmöglichkeiten. Natürlich gibt es auch Line-Dance, den echten Westerntanz. Die Rhythmen der Country-Musik sind überall auf der Main Street zu hören. Da kommt selbst der letzte Tanzmuffel ins Country-Fieber. Faszinierend ist, dass alle Gebäude auf dieser Hauptstraße originalgetreu nachgebaut und wunderschön stilecht eingerichtet sind. Wer auf dieser langen Straße zwischen freilaufenden Eseln und Lamas bummelt, fühlt sich schon bald wie ein Statist mitten im Westernfilm. Dieses Gefühl wird noch verstärkt, wenn man sich vorher in der Music Hall alte DEFA-Indianerfilme anschaut oder im Museum über die Kultur dieser Völker informiert.

Die Western-Stadt hat auch einen echten Indianer. Den entdeckt man inmitten der anderen „Bewohner". Die wirken fast echt, da sie gute Statisten in Indianer- und Cowboykleidung sind. Sie zeigen traditionelle Tänze und Riten der mittel- und nordamerikanischen Einwohner. Wer sich nach so viel Abenteuer stärken möchte, kann im Saloon diverse westerntypische Gerichte wie Bohneneintopf oder Bisonsteaks essen und danach einen guten Whisky trinken. Ein besonderes Highlight für die Besucher wird in diesem Jahr ein Erlebnistag mit dem DEFA-Chefindianer und Winnetou-Darsteller Gojko Mitic sein. Leider steht der Termin noch nicht fest, ist aber zu erfragen unter Telefon 0 39 87 - 2 08 40. Geöffnet ist die Western-Stadt von April bis Oktober. Der Eintritt kostet 8,50 €. Wer in Westernkleidung kommt erhält freien Eintritt. Die Züge der Regionalbahn 12 fahren von Berlin stündlich nach Templin und der Bus 509 bringt Sie zum „Abenteuer wie im Film". Viel Spaß wünscht Ihnen Ihre

Kiez-Reporterin: C. Goesch

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