Kiez-Report Februar 2008: Seite 3
Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Gewinnspiel

Im ALEXA rollen die Züge
Wenn Väter ihren Kindern zu Weihnachten eine Modelleisenbahn schenken, dann befriedigen sie damit vor allem ihre eigenen Bedürfnisse. Das war früher so und so ist es auch noch heute. Jetzt werden sie wieder zu Kindern. Sie tricksen ihren Nachwuchs aus, um selbst die Züge durch die Landschaften rollen zu lassen. Den Fahrplan stellen sie auf. Einen Streik müssen sie nicht befürchten, höchstens den lautstarken Protest der Beschenkten, die auch zu ihrem Recht kommen möchten.
Wer den Liebhabern der Minibahnen schon einmal in die Augen gesehen hat, als sie in einem Fachgeschäft vor den Regalen standen, erahnt ihre nimmersatte Leidenschaft. Noch viel emotionaler ist ihre Begeisterung, wenn sie vor einer gestalteten Anlage stehen, die an Größe ihres Gleichen sucht. In der Dauerausstellung im Kaufhaus Alexa am Alexanderplatz in Berlin-Mitte, die täglich von 10 bis 18 Uhr, auch sonn- und feiertags, geöffnet ist, kommen die Besucher aus dem Staunen nicht mehr heraus. Modelleisenbahnen im Maßstab H0, unterschiedliche Züge, von den Regionalbahnen, über IC und ICE, Güterzüge, Berliner S-Bahnen und Straßenbahnen bis hin zu Museumszügen mit Dampfbetrieb verleihen der Anlage Bewegung und Abwechslung.
Von nahezu jeder Position der 2.500 m2 großen, klimatisierten Räume hat man einen weitläufigen Blick über die gesamte Anlage. Da sind der Fernsehturm, der Alex, Ausschnitte aus der Berliner Stadtbahn mit den Bahnhöfen u.a. Zoologischer Garten, Hackescher Markt, Ostbahnhof und Ostkreuz. In einem Phantasiebereich findet man neben einem großzügigen Personenbahnhof mit Güterverkehr auch eine Hafenanlage. Bekannte Gebäude Berlins werden die Besucher entdecken. Auf einem speziellen Straßensystem fahren Lkw, Pkw und Busse. Die Attraktion ist ein großer Verkehrsflughafen. Flugzeuge rollen vom Terminal zur Rollbahn. Mit Getöse beschleunigen sie, heben ab und landen später wieder. Bei meinem zweistündigen Besuch habe ich mehr als reichlich das Wort „geil" von Besuchern aller Altersgruppen gehört. Für den Aufbau der Anlage waren 35.000 Arbeitsstunden und 240 Lkw-Transporte notwendig. 720.000 m Kabel und 4.150 m Gleistrassen mussten verlegt werden; hinzu kamen 2 km handgefertigte Oberleitungen. Und es gibt neue Ideen. Gebaut werden soll das Projekt „Berlin II - Regierungsviertel". Vorbereitungen dafür sind bereits getroffen. Den Erbauern der Anlage sollte jeder Modelleisenbahner seine Referenz erweisen.
Kiez-Reporter: K.-H. Frenzel
Wenn Väter ihren Kindern zu Weihnachten eine Modelleisenbahn schenken, dann befriedigen sie damit vor allem ihre eigenen Bedürfnisse. Das war früher so und so ist es auch noch heute. Jetzt werden sie wieder zu Kindern. Sie tricksen ihren Nachwuchs aus, um selbst die Züge durch die Landschaften rollen zu lassen. Den Fahrplan stellen sie auf. Einen Streik müssen sie nicht befürchten, höchstens den lautstarken Protest der Beschenkten, die auch zu ihrem Recht kommen möchten.
Wer den Liebhabern der Minibahnen schon einmal in die Augen gesehen hat, als sie in einem Fachgeschäft vor den Regalen standen, erahnt ihre nimmersatte Leidenschaft. Noch viel emotionaler ist ihre Begeisterung, wenn sie vor einer gestalteten Anlage stehen, die an Größe ihres Gleichen sucht. In der Dauerausstellung im Kaufhaus Alexa am Alexanderplatz in Berlin-Mitte, die täglich von 10 bis 18 Uhr, auch sonn- und feiertags, geöffnet ist, kommen die Besucher aus dem Staunen nicht mehr heraus. Modelleisenbahnen im Maßstab H0, unterschiedliche Züge, von den Regionalbahnen, über IC und ICE, Güterzüge, Berliner S-Bahnen und Straßenbahnen bis hin zu Museumszügen mit Dampfbetrieb verleihen der Anlage Bewegung und Abwechslung.
Von nahezu jeder Position der 2.500 m2 großen, klimatisierten Räume hat man einen weitläufigen Blick über die gesamte Anlage. Da sind der Fernsehturm, der Alex, Ausschnitte aus der Berliner Stadtbahn mit den Bahnhöfen u.a. Zoologischer Garten, Hackescher Markt, Ostbahnhof und Ostkreuz. In einem Phantasiebereich findet man neben einem großzügigen Personenbahnhof mit Güterverkehr auch eine Hafenanlage. Bekannte Gebäude Berlins werden die Besucher entdecken. Auf einem speziellen Straßensystem fahren Lkw, Pkw und Busse. Die Attraktion ist ein großer Verkehrsflughafen. Flugzeuge rollen vom Terminal zur Rollbahn. Mit Getöse beschleunigen sie, heben ab und landen später wieder. Bei meinem zweistündigen Besuch habe ich mehr als reichlich das Wort „geil" von Besuchern aller Altersgruppen gehört. Für den Aufbau der Anlage waren 35.000 Arbeitsstunden und 240 Lkw-Transporte notwendig. 720.000 m Kabel und 4.150 m Gleistrassen mussten verlegt werden; hinzu kamen 2 km handgefertigte Oberleitungen. Und es gibt neue Ideen. Gebaut werden soll das Projekt „Berlin II - Regierungsviertel". Vorbereitungen dafür sind bereits getroffen. Den Erbauern der Anlage sollte jeder Modelleisenbahner seine Referenz erweisen.
Kiez-Reporter: K.-H. Frenzel
Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Gewinnspiel



